Mission Klima: Zwei Tage forschen, staunen, verstehen
Was passiert mit den Ozeanen, wenn wir immer mehr CO₂ in die Luft blasen? Was passiert mit dem Inhalt unserer gelben Säcke? Und was haben Rotorblätter von Windkraftanlagen mit unserer Ernährung gemeinsam? Diesen und vielen weiteren Fragen sind wir am 17. und 18. Februar gemeinsam mit vier jungen Forschern der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. Mitteldeutschland (DGhK) auf den Grund gegangen – bei unserer Mission Klima.
Tag 1: Im Labor die Ozeanversauerung kennenlernen
Der erste Tag gehörte der Wissenschaft und praktischen Experimenten. Dazu haben wir im ersten Schritt untersucht, was unsere Erde eigentlich lebenswert macht und die habitable Zone kennengelernt. Unter dem Oberthema Ozeanversauerung haben wir anschließend mit Leitungswasser, Meerwasser und destilliertem Wasser gearbeitet und dabei hautnah erlebt, wie CO₂ aus der Atmosphäre in die Ozeane diffundiert.
Drei Experimente haben dabei besonders deutlich gemacht, wie eng Atmosphäre und Meer miteinander verbunden sind: Wir haben untersucht, wie Temperatur die CO₂-Aufnahme von Flüssigkeiten beeinflusst, was an der Grenzschicht zwischen Ozean und Luft passiert, und was steigende CO₂-Konzentrationen konkret für Meerwasser bedeuten. Denn mehr als 70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt. Was wir in die Luft entlassen, landet früher oder später auch dort.
Tag 2: Vom gelben Sack zur Wissenschaft der Zukunft
Am zweiten Tag haben wir den Blick geweitet und sind buchstäblich losgezogen. Nach einem kurzen Einstieg ins Thema Kunststoffe und Klima (schnell wurde klar: ein komplexes Problemfeld!) sind wir zu Fuß zu Texplast aufgebrochen, einem Unternehmen, das direkt an einer Lösung arbeitet.
Der Besuch war beeindruckend: In der ersten Halle standen wir mitten im ausgeschütteten Inhalt gelber Säcke, am Ende der Tour sahen wir, wie daraus sauberes Granulat entsteht, das wieder in den Kreislauf zurückfließt. Recycling nicht als Konzept, sondern als Realität. Ein herzliches Dankeschön geht an Texplast für die offene Tür und die spannenden Einblicke!
Den Abschluss bildete ein Workshop mit vier junge Wissenschaftler:innen, die aktuell zu ganz unterschiedlichen Klimathemen arbeiten. Wir haben über die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene gesprochen, alternative Heizsysteme kennengelernt, Einblicke in die Forschung zu alternativen Proteinen erhalten und erfahren, wie an der Optimierung von Rotorblättern für Windkraftanlagen gearbeitet wird. Vier Themen, ein gemeinsamer Nenner: die Welt von morgen ein bisschen besser machen. Zum Abschluss konnten wir also feststellen: Nicht nur wir sind auf der Mission Klima unterwegs, sondern zahlreiche andere Unternehmen und Wissenschaftler:innen auch!



